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Die Heiligkreuzschlucht der Venter Ache, oberes Ötztal
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Die Venter Ache gliedert sich in 3 Teilstücke, wobei der
schwierigste Abschnitt, die Heiligkreuzschlucht, nur bei wirklich
niedrigem Wasserstand im Herbst befahren werden sollte, wenn der
übrige Bach eher an eine anspruchsvolle Mountainbikestrecke
erinnert.
Einen guten Überblick über den Charakter der Strecke
erhält man bei einem Blick von der Straßenbrücke
bei Heiligkreuz hoch über der Schlucht. Die Strecke ist nur
ca. 3 Kilometer lang, erfordert jedoch aufgrund der extremen
Ausgesetztheit und permanent notwendigen Besichtigungen und
Absicherungen einen hohen Zeitaufwand. Einmal nachmittags kurz
vor dem Kaffeetrinken runterpaddeln, wie auf vielen anderen
Abschnitten der Venter und Ötztaler Ache gut möglich,
sollte hier eher nicht probiert werden.
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Zum Einstieg gelangt man einen Kilometer oberhalb der Ortschaft
Heiligkreuz an einer Wiese mit einer kleinen Brücke. Der
Fluß beginnt mit flotter Strömung und leichter
Verblockung. In Sichtweite der hohen Strassenbrücke steigert
sich das Gefälle, es geht über Grundgesteinsstufen,
die bei der persönlichen Erstbefahrung durchaus eine
Besichtigung wert sind.
Nach der Brücke sollte unbedingt ausgestiegen und die Folgestrecke,
der Klammeingang besichtigt werden. Den Auftakt bildet eine sehr
steckgefährliche Stufe, die mit Schwung nach links gebooft
werden kann. Wer zu weit rechts fährt, verschwindet unter
dem stark unterspülten Fels. Eine spannende Angelegenheit
für die Zuschauer auf der Brücke.
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Die Venter Ache hat jetzt ihren typischen Stil gefunden: Aussteigen,
Besichtigen, Fahren oder Umtragen, das alles unter hoffentlich
aufmerksamer Sicherung der Mitpaddler. Alle Einzelstellen zu
beschreiben, ist nicht sinnvoll, herausragend sind nur eine
Zweimeterstufe auf der linken Flußseite, die nach rechts
gebooft werden sollte und die eigentliche Kernstelle, die von
den meisten Paddlern umtragen wird eine Doppelstufe mit insgesamt
4 Meter Gefälle, die wegen des sehr flachen unsauberen
Unterwassers exakt gebooft werden sollte. Alternativ kann sie
ganz links an der Felswand mit Steckgefahr befahren werden. Das
ganze wird noch garniert von einem gierig saugenden Rücklauf,
der zu ausgiebigem unfreiwilligem Walzenaufenthalt führen
kann. Kurz danach ist ein Sprung aus 2 Meter Höhe nötig,
um eine bei dem niedrigen Wasserstand unfahrbare Stelle zu
bewältigen.
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Weiter geht es wie bisher, steckgefährlich, verwinkelt mit
uneinsichtigen Passagen, insgesamt ein alpines Unternehmen für
erfahrene Wildwasserfahrer. Für eine persönliche
Erstfahrt sollten mindestens 4 Stunden angesetzt werden, um ein
ausreichendes Zeitpolster zu haben. Ein Ausstieg aus der Klamm
ist auch für erfahrene Kletterer nahezu unmöglich.
Wer einmal reingefahren ist, muß durch.
Beschreibung Axel & Jack / Ötztal-WG 2002
Zusammenfassung Jan-Peter
Bilder Darko Pelikan
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